Vesperkirchen laden ein

die Vessperkirchen in Esslingen, Kirchheim und Nürtingen

... gemeinsam an einem Tisch

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ (Römer 15,7)

Mit der Jahreslosung für 2015 grüßen wir alle Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vesperkirchen. Der Apostel Paulus schrieb diesen Satz an eine bunte Gemeinde in Rom. Viele unterschiedliche Menschen lebten dort zusammen. Sie kamen aus der ganzen damals bekannten Welt und aus allen sozialen Schichten. Verschiedene Religionen und Kulturen trafen aufeinander.

So unterschiedlich wie die Menschen damals in Rom, so unterschiedlich sind die Gäste und Mitarbeitenden in unseren Vesperkirchen in Württemberg heute. Sie kommen mit ihren ganz eigenen Lebensgeschichten zusammen. Die, die sonst kaum einen gedeckten Tisch vor sich haben. Und die, die sich alles leisten können. Menschen, die einsam sind. Menschen, die oft Gemeinschaft mit anderen haben. Manche, die sich nichts zutrauen. Andere, die anpacken und helfen. Fröhliche und Niedergeschlagene.

In vielen Kirchengemeinden laden Vesperkirchen wieder dazu ein, dass viele sich begegnen und ein kleines Stück ihres Alltags miteinander teilen. Dabei spielt es keine Rolle, woher sie kommen und was sie bewegt. Der Satz des Paulus gilt gerade auch in den Vesperkirchen: Christus hat die angenommen, die kommen, und darum sind sie herzlich willkommen, so wie sie sind.

In diesen Wochen kommen Flüchtlinge und Vetriebene in unser Land. Sie sind vor Kriegen, Terror, Verfolgung, Hunger und Armut geflohen und haben ihre Heimat schweren Herzens und letztlich unfreiwillig verlassen. Viele haben bittere Erfahrungen gemacht. Ihnen allen gilt unsere besondere Anteilnahme und Verbundenheit – auch in den Vesperkirchen.

All denen, die diese vielfältigen Begegnungen in den Vesperkirchen auch in diesem Winter wieder ermöglichen, danken wir für ihr Engagement: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genauso wie den Spenderinnen und Spendern und den Sponsoren. Und wir wünschen all denen, die sich in den Vesperkirchen begegnen, dass sie sich willkommen und angenommen fühlen. „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob"

Dezember 2014

Dr. h. c. Frank Otfried July
Landesbischof der Evang. Landeskirche in Württemberg

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann
Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg

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  • Meldungen aus der Landeskirche

  • Filmtipp: „Katharina Luther“

    Die Liebesgeschichte zwischen einem Mönch und einer entlaufenen Nonne kommt am 22. Februar ins Fernsehen: Im Ersten läuft der Film „Katharina Luther“. Sie war die Ehefrau von Kirchenreformator Martin Luther und ist eigentlich unter dem Namen „Katharina von Bora“ bekannt.

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  • „Was glaubst denn Du?“

    „Es geht um Religion, um die Christen und um die Muslime“, erklärt Ylva. Die 8-Jährige dreht an einer der dreidimensionalen Texttafeln. Diese ist Teil einer Ausstellung für Kinder über das Christentum und den Islam mit dem Titel „Was glaubst denn Du?“. Bis 26. Februar ist sie noch im „bibliorama – das bibelmuseum stuttgart“ zu sehen. Am Donnerstag, 16. Februar, hatte die Ausstellung prominenten Besuch.

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    Bei der zentralen Veranstaltung der Kirchen bei der Bildungsmesse didacta diskutieren heute unter dem Titel „ZusammenLeben gestalten – Pluralitätswert Religion?“ Staatssekretär Volker Schebesta, Oberkirchenrat Werner Baur und Prof. Dr. Magnus Striet von der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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